Ihr lauft durch die Gegend, beobachtet, haltet Ausschau nach interessanten Motiven und versucht im passenden Moment an der richtigen Stelle zu sein.

Und da….da jetzt habt ihr den Augenblick für das perfekte Foto! Schnell die Kamera aus der Hüfte gerissen und ran an das Auge und „Klick“. Das perfekte Foto ist im Kasten.

Dank heutiger digitalen Technik muss man ja nicht Tage auf das Ergebnis warten sondern kann das Ergebnis an Ort und Stelle mit der originalen Szene vergleichen…… (Ich weiß ich erzähle nichts Neues 😉 ) Gespannt auf das Kamera Display geschaut…. und was seht ihr? Noch mal ein Blick vom Display zum originalen Motiv. Nein, da stimmt was nicht…. …. Ihr seht eine derbe Enttäuschung! Das Bild wirkt einfach nicht so wie ihr es gesehen habt! Irgendwie ist da was anders.

Woran liegt das?

Ganz einfach! Ihr habt das Objekt mit euren 2 Augen gesehen. Durch den Blick mit 2 Stück Augen können wir räumliche Tiefe wahrnehmen. Unser Gehirn ist in der Lage aus den 2 gelieferten Bildern uns ein räumliches Bild zu zaubern. Das ist in ordnung und ohne diese Fähigkeit wären wir evolutionär nicht dort wo wir heute stehen.

Dieses Bild ist aber leider nur in unserem Kopf und nicht in unserer Kamera.

Fototechnisch ist das oft erstmal enttäuschend, da die Kamera nur das Sehen mit einem Auge wieder gibt. Es fehlt die räumliche Wahrnehmung! Deshalb seht ihr die Szene auf dem Foto nicht so wie ihr Sie mit euren eigenen Augen gesehen habt.

Natürlich hat auch die Wahl der Brennweite und der Blende enorme Auswirkungen auf die Bildwahrnehmung, aber darauf möchte ich hier nicht weiter eingehen.

Mein Tipp:

Kneift euch ein Auge zu bei der Motivwahl! Sieht in der Öffentlichkeit zwar doof aus, hilft aber 😉

Oder schaut  direkt durch den Sucher bei der Motivsuche! So könnt ihr das Motiv schon direkt so sehen wie es eure Kamera macht und eure Perspektive korrigieren und das Bild spannender gestalten.

Probiert es doch mal bei der nächsten Fototour aus!

Ich wünsche euch viel Spaß beim Auge zu kneifen!

 

Euer DAMATO