Viele von euch arbeiten bestimmt schon mit einem Grafiktablett, einige von euch vielleicht noch nicht. Vielleicht fragt ihr euch wofür ein solches Grafiktablett gut ist? Was hat ein Stift mit der Bildbearbeitung zu tun? Ich persönlich kann nur erbärmlich zeichnen, habe aber trotzdem ein Grafiktablett. Jetzt erkläre ich euch warum. 😉

Der Vorteil des Tabletts mit einem Stift ist schlicht und einfach die gewohnte und intuitive Haltung. Man ist die Haltung eines Stiftes viel mehr gewohnt, als eine Maus. Zumindest dann wenn es um Bewegungen am Bildschirm geht die fein dosiert werden sollen.  Wenn Ihr z.B. die Dodge & Burn Methode mit einer Maus anwendet ist das immer eine hin und her Schieberei auf dem Mouspad. Man führt die Maus wieder zurück, setzt neu an und bekommt die Übergänge nicht flüssig hin. Es ist einfach keine normale „Zeichnungsbewegung“ möglich. Stellt euch jetzt vor ihr könntet die Dodge & Burn Methode wie bei einer Skizze auf Papier anwenden. Ganz gezielt, fein und den Druck des Stifts präzise dosiert. Auch bei Pfaden ist ein Tablett ein Vorteil! Eigentlich sind  alle Anwendungen für ein Tablett geeignet die mit der Maus zu hackelig werden. Das ganze braucht natürlich Übung, aber einmal dran gewöhnt wollt ihr den Stift nicht mehr los lassen, glaubt mir! Sobald ich Photoshop anmache habe ich direkt den Stift des Grafiktabletts in der Hand, so sehr habe ich mich daran gewöhnt. Wenn ich eine Maus in Photoshop nutze, dann fühlt es sich für mich an, als ob ich eine Tafel Schokolade mit Boxhandschuhen öffnen müsste. In Lightroom nutze ich es eigentlich kaum, da hier fast nur Regler hin und her zu schieben sind.

Ein weiterer Vorteil ist, dass ihr die Gesamte Fläche des Bildschirms auf euren Tablett habt. Nicht grafisch angezeigt, sondern tippt ihr mit dem Stift in die linke Ecke des Tabletts, dann springt auch der Cursor auf dem Bildschirm in die  linke Ecke. Die Maus müsstet ihr dafür physikalisch extra dort hinziehen, beim Tablett setzt ihr den Stift nur an die gewünschte Stelle. Beim Stempelwerkzeug ist das ein echter Vorteil! (Tabletts mit eingebauter Monitoroberfläche  gibt es auch, liegen preislich aber ganz wo anders.) 

Ich selbst nutze mein Grafiktablett glaube ich seit ca. 5 Jahren. Es ist ne ganz einfache Ausführung von Wacom. Mittlerweile gibt es viele Grafiktabletts für sehr wenig Geld. Dies soll keine Produktvorstellung oder Kaufberatung werde, dafür habe ich zu wenige Tabletts ausprobiert. Mein Tablett sieht auch schon recht mitgenommen aus (siehe oben), aber wie gesagt es wird auch oft benutzt 😉 Meins hat sogar so eine Touchfunktion womit sich der Rechner durch Fingerdruck auf dem Tablett steuern lässt. Ehrlich gesagt habe ich das noch nie gebraucht….

Die Tabletts gibt es in verschiedenen Größen und zusätzlichen Funktionen. Für die reine Fotobearbeitung empfehle ich euch ein eher kleineres Grafiktablett, damit die Wege auf dem Tablett selbst nicht so lang werden. Wollt ihr detailliert zeichnen eignet sich vielmehr ein Größeres. Aber probiert es doch selbst für euren Workflow aus!

Pro-Tipp: Legt niemals einen Kugelschreiber in der Nähe des Tabletts. Wie oft habe ich schon die Stifte vertauscht und mit dem Kuli auf dem Grafiktablett gemalt…..

Wer von euch arbeitet denn mit einem Grafiktablett? Wofür verwendet ihr es?

Freue mich von euch zu hören!

Euer DAMATO